Neben der Ausdünnung des Liniennetzes wird es aber auch Streichungen im Bereich der Investitionen geben. „Wenn ich an manchen Bahnhof im Kreisgebiet denke, ist es schwer vorstellbar, dass diese Zustände noch lange Zeit so bleiben sollen. Während der ZVNL in Geithain gezeigt hat, wie durch nachhaltige Investitionen ein moderner ÖPNV-Verknüpfungspunkt entstehen kann, harren die Bahnhöfe in Grimma oder Borna wohl nun noch länger auf eine Sanierung.", so Schütze weiter.

Die wegfallenden Investitionen werden auch fatale Folgen für die Bauwirtschaft haben. Nach dem die Bundesregierung die Städtebauförderung zusammenstreicht, die Landesregierung die Kita-Investmittel auf Null setzt und nun auch den Verkehrsverbünden Investitionsmittel entzieht, drohen massive Arbeitsplatzverluste im Baugewerbe.

Wir erleben in Sachsen die drastischsten Kürzungspläne einer Landesregierung. Sachsen will im Bundesmaßstab als Musterschüler glänzen. Im Vergleich zu anderen, auch westdeutschen Bundesländern, hat Sachsen mit Sicherheit nicht die größte Not. Wenn Schwarz-Gelb Sachsen allerdings zum Geberland machen will, muss die Bevölkerung leiden - Hauptsache das Ranking stimmt. „Eine Philosophie, deren Sinnhaftigkeit hinterfragt werden muss. Es gibt genügend Bereiche, die das Standardargument des fehlenden Geldes ad absurdum führen.", so Schütze.
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